Pflegerische Dienstleistungen
 

Wir bieten folgende pflegerische Dienstleistungen von Montag bis Sonntag 07.00-22.00 Uhr, der übrigen Zeit nimmt ein Anrufbeantworter Ihr Anliegen entgegen, Sie erhalten einen Rückruf jeweils morgens zwischen 08.00 und 09.00 Uhr. Bei pflegerischen Notfällen bedienen Sie bitte die auf der Telefonansage angegebene Tastenfunktion, Sie werden direkt mit einer diensthabenden diplomierten Pflegefachperson verbunden. Bei dringenden medizinischen Fällen wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder Notfallarzt (0900 401 501 (CHF 3.23/Min. für Anrufe aus dem Festnetz).

Bedarfsabklärung


Gemäss Vorgaben der Krankenkassen und den Leistungsvereinbarungen der angeschlossenen Gemeinden muss der Bedarf an Dienstleistungen ausgewiesen werden, es ist in jedem Fall eine ärztliche Verordnung notwendig (pflegerische und hauswirtschaftliche Dienstleistungen). In einer oder mehreren Besprechung(en) klärt eine Fachperson der Spitex Freiamt bei Kundinnen und Kunden nach fachlichen Kriterien ab, welche Dienstleistungen wann und wie häufig notwendig sind. Selbstverständlich können Bezugspersonen am Gespräch teilnehmen. Sofern weitere Institutionen involviert sind, werden diese in die Abklärung mit einbezogen, damit eine optimale Koordination der Dienstleistung organisiert werden kann. Die Bedarfsabklärung wird schriftlich festgehalten (Abklärung nach RAI-HC oder kantonalem Abklärungsinstrument) und mindestens halbjährlich wiederholt.
 

Behandlungspflege

Behandlungspflege wie Wundbehandlungen, Messungen der Vitalzeichen (Blutdruck, Puls etc);
Psychiatrische und psychogeriatrische Pflege und Betreuung (inkl. Haushaltstraining).

 

Grundpflege

Grundpflege wie Hilfeleistungen beim An- und Auskleiden, bei der Körperpflege, beim Essen und Trinken, Lagerung und Mobilisation, Kompressionsstrümpfe an- und ausziehen, Dekubitusprophylaxe etc.

 

Ambulante Psychiatrie zu Hause

Die Spitex Freiamt bietet psychisch beeinträchtigten/erkrankten Menschen im gewohnten häuslichen Lebensumfeld mit ihrem Fachpersonal eine professionelle Pflege und Betreuung an.
Bedarfsabklärung: In Zusammenarbeit mit den Kundinnen und Kunden, den Angehörigen, Ärzten sowie weiteren Fachpersonen klären wir den Hilfe- und Pflegebedarf in der Regel beim Erstbesuch sorgfältig ab. Die Abklärung und Koordination mit anderen Dienstleistungsanbietern, die in die Betreuung involviert sind, gehören dazu.
Psychosoziale Betreuung und Begleitung: Einübung von Bewältigungsstrategien und Anleitung im Umgang mit Aggression, Angst und Wahnvorstellungen. Gemeinsame Erarbeitung einer Tages- und Wochenstruktur, ressourcenorientierte Förderung der Selbständigkeit,  Anleitung in der Wohnungspflege, Unterstützung und Training zur Gestaltung und Förderung sozialer Kontakte, Unterstützung in medikamentösen Therapiemassnahmen.
Frühintervention und Krisenbegleitung: Prävention und Unterstützung von Krisensituationen und Überforderung, Unterstützung beim Einsatz von Orientierungshilfen und Sicherheitsmassnahmen, Vorsorge bei Eigen- und Fremdgefährdung. 
Beratung: Beratung und Unterstützung der Klientinnen und Klienten, ihren Angehörigen und des Umfeldes im Alltag, Beratung im Umgang mit der Krankheit, Beratung im Umgang und in der Handhabung mit verordneten Medikamenten und Hilfsmitteln.

Spezialisierte Palliative Care

Palliative Care kommt bei verschiedensten Krankheiten zum Tragen und ist daher immer sehr individuell. Die Massnahmen werden deshalb auf das jeweilige Krankheitsbild und die Symptome sowie die Bedürfnisse und Wünsche der Betroffenen abgestimmt.

Palliative Care ist nicht altersabhängig – sie hilft Kindern und Erwachsenen mit Tumorerkrankungen, neurologischen Leiden, schweren Organleiden (Herz-, Lungen-, Lebererkrankungen), mehrfach kranken betagten Menschen, psychisch kranken Menschen, Menschen auf einer Intensivstation und behinderten Menschen.

Wer bezahlt Palliative-Care-Leistungen?

Die Kosten für die Leistungen, die unter dem Begriff Palliative Care erbracht werden, werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen.

Was bedeutet Palliative Care?

Unter Palliative Care versteht man alle Massnahmen, die das Leiden eines chronisch und unheilbar erkrankten Menschen lindern und ihm und seinen Angehörigen damit eine bestmögliche Lebensqualität trotz Krankheit verschaffen.

Was kann Palliative Care?

Palliative Care lindert Schmerzen und behandelt Symptome, die durch die spezifische Krankheit verursacht werden. Darüber hinaus bietet sie fachmännische Hilfe bei physischen, psychosozialen und spirituellen Problemen.

Palliative Care kurz zusammengefasst:

Lindert Schmerzen und andere belastende Beschwerden

Unterstützt Betroffene, selbstbe-stimmend und so lange wie möglich aktiv zu bleiben

Bejaht das Leben und erachtet das Sterben als natürlichen Prozess

Will den Tod weder beschleunigen noch verzögern

Unterstützt den kranken Menschen und seine Angehörige in Krisensituationen

Unterstützt Angehörige, die Krankheit der Betroffenen und die eigene Trauer zu verarbeiten

Ist Teamarbeit, um den Bedürfnissen von Betroffenen und Angehörigen möglichst gerecht zu werden

Kann frühzeitig in der Erkrankung angewendet werden in Kombination mit lebensverlängernden Massnahmen, wie beispielsweise Chemo- und Radiotherapie. Sie beinhaltet auch die notwendige Forschung, um Beschwerden oder klinische Komplikationen besser verstehen und behandeln zu können.

Wann beginnt Palliative Care?

Die Diagnose «unheilbar krank» verändert das ganze Leben. Für die Betroffenen, aber auch für ihre Angehörigen folgt oft eine belastende, schwierige Phase: Schmerzen, andere körperliche Beschwerden und seelische Belastungen prägen den Lebensalltag.

Die heilende Medizin (auch kurative Medizin genannt) und Palliative Care verfolgen in dieser Lebensphase ein gemeinsames Ziel: die Linderung von Schmerzen und anderen belastenden Symptomen sowie eine psychosoziale und spirituelle Begleitung der Betroffenen. Um bereits in einem frühen Krankheitsstadium von Palliative Care zu profitieren, geschieht dies idealerweise frühzeitig in Einbezug der nächsten Angehörigen und in sinnvoller Koordination von involvierten Fachpersonen und Diensten.

Welche Fragen stellen sich?

Viele Betroffene machen sich frühzeitig Gedanken rund um ihre Erkrankung. Sie stellen sich wichtige Fragen zu ihrer Krankheit, ihrer Lebenssituation, ihrer Zukunft und der Zukunft der nächsten Angehörigen. Diese Auseinandersetzung hilft auch der Ärztin und dem Arzt, die Bedürfnisse und Ängste ihrer Patientinnen und Patienten zu erkennen und bei der weiteren Planung und Behandlung zu berücksichtigen.

Wie weit ist die Erkrankung fortgeschritten?

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es und was bringen sie? Verlängern sie das Leben? Wie beeinflussen sie die Lebensqualität? Haben sie Nachteile (unerwünschte Nebenwirkungen)?

Was passiert, wenn man eine bestimmte Behandlung nicht durchführt?

Wie sieht die palliative Behandlung aus?

 

Kinderspitex

Die Kinderspitex Nordwestschweiz bietet im Auftrag der Spitex Freiamt professionelle Pflege und Betreuung für kranke, behinderte und sterbende Kinder zu Hause an.

Die Kinderspitex Nordwestschweiz übernimmt oder koordiniert Pflegeleistungen nach Art.7 KLV, insbesondere:

  • Bedarfsabklärung
  • Beratung und Anleitung
  • Behandlungspflege
  • Grundpflege

Diese Dienstleistungen erfolgen an allen Wochentagen über 24 Stunden (Anrufbereitschaft).